Montag, 30. August 2010

"Bitte zurückrufen": Südsteirer warnt vor dreister Abzocke via Handy

Immer wieder versuchen skrupellose Geschäftemacher ahnungslose Handy-Besitzer per SMS zu ködern. Meist mit harmlosen Kurznachrichten wie "Bitte rufen Sie uns zurück". Dann schröpfen sie die Rückrufer über teure Hotlines. Das passierte auch einem Südsteirer, er wurde laut eigenen Angaben von der bei Konsumentenschützern schon bekannten Firma "Teleinside" betrogen.

Quelle: Krone.at / Zum Artikel

80.000 Euro abgezockt: Mieser Urlaubs-Betrug im RTL-Videotext

Es war Abzocke im ganz großen Stil: Ein angebliches Reisebüro hat über den RTL-Videotext Urlaubsreisen angeboten und sogar Buchungsbestätigungen verschickt! Doch der erträumte Urlaub fand nie statt...

Quelle: Express.de / Zum Artikel

Gewinnversprechen mit Ausflug nach Fulda: Wieder Warnung vor Kaffeefahrt

Walter Butchereit, Cornbergs früherer Bürgermeister, hat nach einem solchen Schreiben an seinen hochbetagten Vater nachgehakt und ist dabei auf einer Internetseite der Verwaltung des Lahn-Dill-Kreises gestoßen. Seit 2007 gibt es deren online-Warnliste vor unseriösen Kaffeefahrten. Auf der wird auch die Einladung beschrieben, die Walter Butchereits Vater erhielt.

Quelle: Hersfelder-Zeitung.de / Zum Artikel

Tierschutzorganisation TASSO e.V. warnt vor kriminellen Spenden-Anrufern

Schon Anfang vergangenen Jahres trieben sie ihr Unwesen: Abzocker, die bei Telefonanrufen um Namen und Kontodaten für das Abbuchen von Spenden baten. Jetzt sind sie wieder aktiv. Wie Betroffene berichten, geben sich die Kriminellen als Mitarbeiter bekannter Tierschutz-organisationen aus, auch TASSO ist betroffen: Man habe doch vor Jahren eine Unterschrift gegen Tiertransporte geleistet. Jetzt wäre es doch an der Zeit für eine Spende.

Quelle: Tasso.net / Zum Artikel

Via: Antiabzockenet.blogspot.com / Zum Artikel

0137-Lockanrufe: Trio muss sich vor Gericht verantworten

Wegen massenhaften Lockanrufen mit 0137-Nummern an Weihnachten 2006 müssen sich demnächst zwei Männer und eine Frau vor Gericht verantworten. Das hat das Oberlandes-gericht Oldenburg entschieden.

Quelle: Computerbetrug.de / Zum Artikel

Inkasso: Die dreisten Drohungen der United Payment Limited

Die United Payball Limited ist Verbraucherschützern seit langen durch Abo-Fallen im Internet bekannt. Die Drohbriefe, die das Unternehmen Opfern seit kurzem schreibt, haben allerdings eine neue Qualität.

Quelle: Computerbetrug.de / Zum Artikel

Freitag, 27. August 2010

Internetabzocke - Abkassierer stützen sich zumeist auf unwirksame Verträge

Erneuter Dämpfer für Internetabzocker: Der Anbieter einer Internetseite, auf der „Outlets“, also Fabrikverkäufe, nachgewiesen werden, muss die Kosten für die Nutzung der Seite deutlich machen und hat es zu unterlassen Verbraucher in Kostenfallen zu locken. Dies hat das Landgericht Frankfurt auf eine Klage des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen entschieden.

Quelle: Donaukurier.de / Zum Artikel

Stellungnahme der SuperComm Data Marketing GmbH zur rechtskräftigen Verurteilung wegen Spam

Herr Sven Nobereit, Geschäftsführer der SuperComm Data Marketing GmbH aus Bonn, eine Tochter der Schober-Group, bat mich um die Veröffentlichung einer Stellungnahme zum Teilzitat eines Beitrags vom 02.07.10 mit dem Titel "SuperComm, GF Sven Nobereit: Wegen Spam verurteilt, das Urteil ist rechtskräftig" - nachfolgend die Stellungnahme:

Sehr geehrter Herr Fuchs,

gerne möchten wir erneut Stellung zu einer von Ihnen veröffentlichten Meldung beziehen und hoffen – ebenso wie seinerzeit bei unserem Feedback zu Ihrem Anpfiff.de Artikel – auf eine Publikation im Rahmen der von Ihnen gelobten freien Meinungsäußerung.

Herr Maier fiel erstmals im Jahre 2008 auf, als er SuperComm wegen angeblichen Spams abmahnte und Schadensersatz forderte. SuperComm sperrte somit die betroffene Adresse und gab im Rahmen dessen leider auch – voreilig – eine Unterlassungserklärung gegenüber Herrn Maier ab, wies jedoch darauf hin, dass Herrn Maier kein Schaden entstanden sei und verweigerte die Zahlung des ebenfalls geforderten Schadensersatzes.

Die simple Betätigung des jeder Aussendung beigefügten Abmeldelinks hätte zur sofortigen Abmeldung geführt. Auch telefonisch, postalisch oder via Fax hätte sich Hr. Maier umgehend austragen können. All diese Optionen wurden nicht genutzt und bewusst direkt rechtliche Instanzen eingeschaltet. So gab sich Herr Maier auch nicht mit der reinen Unterlassungserklärung zufrieden und beharrte auf der Zahlung seiner Schadensersatzforderung. Folglich wurde durch SuperComm eine negative Feststellungsklage vor dem Amtsgericht Stuttgart gegen ihn erhoben und diese durch ein Anerkenntnisurteil gewonnen. Vor dem Amtsgericht Stuttgart musste Herr Maier anerkennen, dass ihm der von ihm selbst behauptete Schadensersatzanspruch gegen SuperComm gar nicht zustand.

Über dieses Verurteilung des Herrn Maier selber wird dieser verständlicherweise nicht sehr erfreut gewesen sein. So kam es auch, dass er sich im Jahre 2009 auch unter Ausnutzung der im Rahmen des rechstkonformen DOI-Verfahrens verschickten Bestätigungsmails erneut zu Worte meldete.

Über verschiedene, von SuperComm betriebene Portale wurden im Jahre 2009 Anmeldungen durchgeführt, wodurch auch die geläufigen und der Schutz vor Falschanmeldungen dienenden Double-Opt-In-Mails zur Bestätigung der Anmeldung verschickt wurden. Allein für die Zustellung dieser - gerade zur Vermeidung ungewünschter Werbung dienender Mails - forderte er sodann die Vertragsstrafe ein, welche ihm das Amtsgericht Bonn (in unseren Augen unverständlicherweise) zusprach, weil SuperComm nicht beweisen konnte, dass er es war, der die Anmeldung im DOI-Verfahren durchgeführt hatte. Welchen Sinn machen vorm Hintergrund dieser Rechtsprechung überhaupt Double-Opt-In Prozesse?

SuperComm zahlte daraufhin in Erfüllung des Urteils die Vertragsstrafe und sperrte zum Selbstschutz vor weiteren bewussten (oder auch aufgrund des geläufigen Namens durch Dritte initiierten) Anmeldeversuchen die komplette Domain für jedwede Anmeldung und es ist technisch ausgeschlossen, dass irgendeine Anmeldung zum E-Mail-Empfang an auf …(a)maier.de lautende E-Mail-Adressen sowie ein Versand an solche Adressen erfolgen kann. Sie ahnen gar nicht, wie viele „Max Mustermann“, „Tina Tester“ und 123(a)test.de sowie auch irgendwas(a)maier.de von Usern zum Spaß eingegeben werden. Und hierfür wird man dann belangt?!

In unseren Augen am bedauerlichsten ist jedoch die nun nach abschließender Rechtssprechung erfolgte Verleumdungskampagne gegenüber unserem Haus. Wie uns zu Ohren gekommen ist, versucht Herr Maier aktuell dieselbe „Masche“ auch bei anderen Unternehmen, die ebenfalls im Direktmarketing tätig sind. Entsprechende Informationen betroffener Häuser liegen uns vor. Dies belegt in unseren Augen, dass der „Hüter von Recht und Ordnung“ selber sehr wohl auch monetäre Interessen mit seinen Aktivitäten verfolgt.

Es liegt nicht in unserem Interesse wegen einem Einzelfall eine große PR-Kampagne zu starten. Dennoch sehen wir uns inzwischen – durch das Agieren von Herrn Maier - gezwungen zumindest eine kurze Schilderung aus unserem Blickwinkel abzugeben.

Nur weil SuperComm nicht beweisen konnte, dass die zugestellten Mails nicht auf einer möglichen betrügerischen Anmeldung beruhten, ist SuperComm gewiss nicht als Spammer zu bezeichnen. Die Adressgenerierung bei SuperComm erfolgt ausschließlich via „vermeintlich“ rechtssicherem Double Opt In und es werden weder Adressen auf illegalem Wege generiert noch inhaltliche SPAM Nachrichten produziert. Selbstverständlich kennen auch wir andere und deutlich einfachere Handhaben in dieser Branche. Hiervon sowie dem von Ihnen ebenfalls weitergetragenen Vorwurf der bewussten SPAM-Aussendung distanzieren wir uns jedoch deutlich!

Mit freundlichem Gruß

Sven Nobereit

Weiterführende Informationen und Verweise zum Thema:

"Auf keinen Fall zahlen!"

Computersoftware kostet Geld – viel Geld manchmal. Kein Wunder also, wenn sich viele User im Internet nach preiswerten Schnäppchen umschauen. So mancher verirrt sich dabei allerdings auf Abzock-Seiten – in schöner Regelmäßigkeit auch Surfer aus dem Landkreis Pfaffenhofen.

Quelle: Donaukurier.de / Zum Artikel

Ins Netz gelockt und abgezockt

Die Zeiten, in denen der sorglose Umgang mit dem Handy viele Jugendliche in den Ruin getrieben hat, sind passé. Dafür tappen die jungen Leute immer häufiger in Abzockfallen im Internet. Model-Agenturen, Führerscheintest oder Flirtbörse sind verlockende Angebote - und nur auf den ersten Blick kostenlos.

Quelle: Han-online.de / Zum Artikel

Dubiose Gewinnversprechen: Dr. Meier lädt zur Kaffeefahrt

Schleswig-Holsteiner werden erneut mit dubiosen Gewinnversprechen gelockt und anschließend abgezockt. Verbraucherschützer warnen vor allem ältere Menschen.

Quelle: Shz.de / Zum Artikel

Festnahme: Falscher Inkasso-Dienst aufgeflogen

Mit einem falschen Inkasso-Dienst hat ein 26 Jahre alter Mann in Düsseldorf bundesweit unbescholtene Bürger abgezockt. Der Mann wurde am Mittwoch festgenommen.

Quelle: Az-web.de / Zum Artikel

Die Schwabinger Radl-Mafia

Das Reisebüro wirkte sehr dubios – nun hat die Polizei es durchsucht und gestohlene Luxus-Räder gefunden. Sie wurden nach Rumänien geschickt, die teuren Ersatzteile dann im Internet verkauft.

Quelle: Abendzeitung.de / Zum Artikel

EC-Betrug: Rechtsanwalt über Fahrlässigkeit empört

Der obdachlose Mann bekannte sich vor dem Amtsgericht Fulda des Betrugs in 44 Fällen für schuldig. Er hatte monatelang Konten bei verschiedenen Banken eröffnet und sich EC-Karten ausstellen lassen. Mit diesen hatte er dann stets per Lastschriftverfahren mit seiner Unterschrift gezahlt – im Wissen, das auf den Konten kein Geld war.

Quelle: Fuldaerzeitung.de / Zum Artikel

Vorschnell unterschrieben, verbindlich bestellt

Gewerbetreibende suchen derzeit gehäuft Rat bei der Verbraucherzentrale, weil sie ungewollt in Zweijahres-Verträge geraten sind, die sie monatlich 47 Euro kosten. Gekommen ist es zu diesem Ärgernis nach Angaben von Günter Pfaff, Verbraucherberater mit Büros in Bad Salzungen und Schmalkalden, wie folgt: Die Unternehmen haben irgendwann ein Schreiben von einer sogenannten "Gewerbeauskunfts-Zentrale" bekommen.

Quelle: Freies-Wort.de / Zum Artikel

Lindauer betrügt mit Kartendaten

Das Amtsgericht Lindau hat einen 24-jährigen Lindauer zu einer empfindlichen Haftstrafe verurteilt, weil er bundesweit mit gefälschten Kreditkartendaten eingekauft hat. Er hatte sich im Internet illegal die Kartendaten beschafft und das Geld dann über verschachtelte Wege aufs eigene Konto transferiert.

Quelle: Schwaebische.de / Zum Artikel

Dienstag, 24. August 2010

Über Smartphones, Apps, einen Wachstumsmarkt und Abzocke mit Guerilla-Methoden *Update*

Die Applikationen (Apps) für Smartphones wie bspw. das iPhone von Apple werden immer beliebter. Dies haben auch sämtliche Mobilfunkanbieter bzw. die Telekommunkationsindustrie erkannt und sehen darin eine wichtige Umsatzquelle der Zukunft. Doch der noch sehr junge Markt ist leider bereits von kaufmännischen Subkulturen unterwandert, wie uns einige aktuelle Beispiele aus der Praxis aufzeigen können und werden.

So greift das Portal Computerbetrug.de unter der Überschrift "Abo-Fallen drohen jetzt auch am iPhone" einen Beitrag von Meedia.de auf, in welchem beschrieben wird, dass schon ein einziger harmloser Fingertipp auf eine Werbeanzeige in einer Applikation zu einem vermeintlichen Vertragsabschluss führen soll - so sieht es zumindest der Anbieter, doch um diesen erst einmal ausfindig zu machen bedarf es schon einer schwierigen Recherche.

Meedia.de schildert den Fall eines Betroffenen, welcher auf seiner Mobilfunkrechnung von der Telekom für das iPhone mit dem Posten "Leistungen Ericcson IPX" konfrontiert wurde.

Um heraus zu finden was sich hinter dem Posten verbirgt, waren sowohl Mails als auch ein Einschreiben an das in Stockholm ansässige Unternehmen Ericcson IPX nötig - dort verwies man ihn wiederum an ein französisches Unternehmen mit dem Namen Cellfish Media. Doch die Cellfish Media ist auch nur ein Mittelsmann und verweist auf eine Mydoo GmbH.

Auch der SWR hat recherchiert und ist dabei auf ähnlich "transparente" Konstrukte um die Bob Mobile AG bzw. auf deren Tochterunternehmen Guerilla Mobile Berlin GmbH und den Zahlungsabwickler Net Mobile AG aufmerksam geworden.

Durchaus bezeichnend ist der folgende Auszug aus der SWR-Recherche:

Die Mobilfunkanbieter, die an jedem Abo kräftig mitverdienen, leisten den Anbietern solcher Mehrwertdienste bereitwillig technische Unterstützung, indem sie die Handynummer des mobilen Surfers weiterleiten: Wer mit einem Smartphone auf einer Werbeseite unbedacht etwas anklickt, hinterlässt zunächst nur eine IP-Adresse. Doch die Mobilfunkanbieter können dieser IP-Adresse eine Handynummer zuweisen und geben sie dann weiter an Firmen wie die Net Mobile AG, die unter anderem für Bob Mobile und Guerilla Mobile die technische Abwicklung besorgt. Das bestätigte etwa die Pressestelle der Telekom: "Wir bieten Anbietern eine Schnittstelle an, damit sie Handynummern aus IP-Adressen entschlüsseln."


Zum besseren Verständnis sei hier noch kurz erwähnt, dass die Bob Mobile AG wohl eine Tochter der österreichischen DIMOCO Direct Mobile Communications GmbH ist.

Bitte nehmen Sie dazu auch die Updates am Ende des Beitrags zur Kenntnis


Auf dem "Markt für Deutschland" kooperiert man mit folgenden Mobilfunkanbietern:


Quelle: http://www.dimoco.at/maerkte/
Hier noch einmal im einzelnen: Das die großen "Telekommunikationsanbieter" immer wieder ganz vorne mit dabei sind wenn es um das "Mitverdienen" bei fragwürdigen und dubiosen Angeboten geht, hinterläßt ein durchaus bitteres Gschmäckle. Da gab es mal die Dialer, Abzocke mit 0190 und heute 0900-Nummern, Premium-SMS, Ping-Anrufe mit 0137-Nummern usw.

Dazu interessant und aufschlussreich ist der folgende Auszug einer Publikation des bekannten Mafia-Experten Jürgen Roth auf seinem Blog Mafialand.de vom 17.12.2009 :

Es wäre ja auch sehr unangenehm, wenn man bei großen Unternehmen, insbesondere denen der Telekommunikation, herausfinden würde, dass hier bereits die Mafia große Aktienanteile gekauft hat. Es gibt zum Beispiel die Aussage eines kundigen Polizeidirektors der sagt: "Wir sehen es an Marktanteilen der organisierten Kriminalität bzw. Mafia besonders im Handymarkt und dort bei durchgehend allen Unternehmen Da befinden sich unter denn Aktienanteilen Gelder, deren Herkunft hoffentlih hinreichend untersucht wurde." In Österreich jedenfalls wurde das nicht getan.

Ganz böse Zungen könnten sogar behaupten, dass die klassischen Abo-Fallen im Internet, bei denen oftmals 2-Jahresverträge geltend gemacht werden, direkt von "Unternehmen aus der Telekommunikation" stammen. Ganz andere Parallelen hingegen gibt es zumindest bei der juristischen Aufarbeitung der über 340 Strafanzeigen gegen die Bob Mobile AG, denn diese werden nach Angaben des SWR massenhaft eingestellt:

Der Staatsanwalt schrieb ihm, es sei "nicht auszuschließen, dass eine Anmeldung für eines der Produkte des Unternehmens mit Ihrer Handynummer erfolgt ist, [...] dass jemand aus Ihrem Bekannten- oder Familienkreis die Anmeldung mit Ihrem Handy oder Ihrer Handynummer vorgenommen hat" oder "dass ein unbekannter Täter auf der Webseite der Firma Bob Mobile Ihre Handynummer eingegeben hat und Sie unbewusst per SMS die Anmeldung bestätigt haben".


Es bleibt wieder die traurige Erkenntnis, dass Deutschland ein Paradies für Abzocker ist, doch Sie können sich ganz einfach gegen diese Form der Abzocke schützen, was auch mein vorläufiges Fazit zum neuen Wachstumsmarkt ist:

Dringende Warnung vor dem klicken auf jegliche Werbung in Handy-Applikationen!


Quellverweise und weiterführende Informationen zu diesem Beitrag:

SWR: Computerbetrug.de

Meedia.de

iPhone-Fan.de

n-tv.de

Update vom 27.08.10:
  • Gegendarstellung der Dimoco Direct Mobile Communications GmbH
Bob Mobile AG ist KEINE Tochter der österreichischen DIMOCO – Direct Mobile Communications GmbH. DIMOCO ist ein internationaler Mobile Service Anbieter im Business-to-Business-Bereich. Als solcher stellen wir Unternehmen unsere Netzanbindungen zum Versand von elektronischen Nachrichten zur Verfügung. Wir haben daher so genannte Anbindungsverträge mit allen Mobilfunknetzbetreibern abgeschlossen. SMS/MMS mit den jeweiligen Inhalten werden somit nicht von uns sondern über unsere Anbindungen versandt. Diensteanbieter sind in allen Fällen unsere Businesskunden, die auch für den Dienst Verantwortung tragen. Unsere Businesskunden bestimmen daher, an wen welche SMS/MMS gesandt wird und sind dabei verpflichtet, alle gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten. Insbesondere dürfen unsere Businesskunden daher an niemanden SMS/MMS senden, der dafür keine Zustimmung erteilte. DIMOCO ist lediglich Dienstleister für die Businesskunden. Aufgrund der Verträge darf DIMOCO davon ausgehen, dass die Zustimmung zum Erhalt der SMS/MMS erteilt wurde.

Nachtrag vom 20.10.2010:

Zu der oben bereits eingepflegten Gegendarstellung der DIMOCO, welche mich nur 3 Tage nach der Veröffentlichung dieses Beitrags erreichte, bot mir die Absenderin, Mag. (FH) Margit Anglmaier, ihres Zeichens Vice President PR & Marketing Manager (Pressestelle) an, mir für Rückfragen zur Verfügung zu stehen, was ich auch in Anspruch nahm.

Meine Fragen bleiben bis zum heutigen Tag leider unbeantwortet, insbesondere was die Geschäftsbeziehung zwischen der DIMOCO und der Bob Mobile AG bzw. den zugehörigen Unternehmen wie der Guerilla Mobile Berlin GmbH betrifft, ob die DIMOCO finanziell von den Geschäftsgebaren der Bob Mobile AG profitiert und ob die DIMOCO nun Konsequenzen (nach der jetzigen Kenntnis über die im Beitrag besagten Vorgänge) ziehen wird.

Für solch eine Transparenz und den Willen zur Aufklärung halte ich es seit den Anfängen von Abzocknews.de wie folgt: "Keine Antworten sind die besten Antworten".

Allerdings hat man wohl wirklich Konsequenzen aus den bekannten Vorgängen gezogen, denn die DIMOCO scheint jetzt eigene Pressemitteilungen, in denen eine langjährige Verbindung zwischen DIMOCO und verantwortlichen der Bob Mobile AG offenbar wird, zu ersetzen.

So gab es im Pressearchiv der DIMOCO unter

  • http://www.dimoco.at/unternehmen/pressecorner/erfolgreiches-fest-mit-aus-und-weitblick-rund-200-gaeste-feierten-dimoco-goes-east/
eine Publikation vom 19.04.2004 über ein Fest mit rund 200 geladenen Gästen, zu welchen auch Herr Remco Westermann, heute Vorstandsvorsitzender der Bob Mobile AG (damals noch Country Manager der ZED Germany GmbH), gehörte. Besagte Pressmitteilung ist nicht mehr aufrufbar bzw. führt aktuell auf eine Meldung aus Februar 2010.

Die verschollene Pressemitteilung findet man dafür aber noch im Cache von Bing:



Eine diesbezügliche Nachfrage bei der DIMOCO - Direct Mobile Communications GmbH habe ich mir auf Grund der bisher bekannten "offenen Kommunikation" schlicht geschenkt.

Update vom 21.10.2010:

So kann es manchmal gehen - der "ersetzte" Beitrag ist auf einmal wieder da...

Großes Geld – aber nur gegen Gebühr

Er sollte 10 000 Euro aus einem 250 000-Euro-Hilfsfonds für „wirtschaftlich benachteiligte Personen“ erhalten. Zu diesem Kreis zählt er sich ganz und gar nicht. Der 58-Jährige erhielt aber trotzdem einen „Bewilligungsbescheid“ mit dem Status „dringend!“. In diesem überbrachte ihm die Firma aus Wien die „hocherfreuliche Nachricht“, dass er aus Hanussens Gesamt-Hilfssachfonds mit 10 000 Euro bedacht wird.

Quelle: WA.de / Zum Artikel

Abzocker werden immer dreister

Ein offensichtlich in England sitzender „Gewinn-Joker“ treibt seine Abzockaktionen offensichtlich auch bei sozialen Organisationen. Wie der Vorsitzende der Babenhauser Arbeiterwohlfahrt, Karl-Heinz Schön, der IZ mitteilte, wurden drei Mal vom AWO-Konto „49,50 Euro abgebucht“. Dank einer sofortigen Fahndungsaktion konnten aber die Beträge gerettet werden.

Quelle: Augsburger-Allgemeine.de / Zum Artikel

"Romance Scamming": Abzocke statt großer Liebe

Internetbetrüger der sogenannten "Nigeria-Connection" sind neuerdings bevorzugt in Online-Partnerbörsen und Sozialen Netzwerken auf der Suche nach neuen Opfern. Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) in Stuttgart warnt eindringlich davor, Geld an Personen zu überweisen, denen Internetnutzer nie persönlich begegnet sind.

Quelle: Verivox.de / Zum Artikel

Phisher greifen iTunes-User an

Nutzer von Apples iTunes Store sollten ihre Kreditkarten- oder Paypal-Rechnungen genau überprüfen, da Phisher es immer mehr auf die ihre Daten abgesehen.

Quelle: Macwelt.de / Zum Artikel

SMS: Ungewollt, dafür umso teurer

Böse Überraschung nach Auslandsaufenthalt: Mobilfunkbetreiber buchen nicht-georderte "Mehrwert-SMS" automatisch von Kundenkonten ab. Kammer warnt vor Leichtfertigkeit.

Quelle: KleineZeitung.at / Zum Artikel

Warnung: Gefälschte World of Warcraft eMails im Umlauf

Mit einer gefälschten eMail versuchen Betrüger gerade wieder einmal, an die Zugangsdaten von World of Warcraft Spielern zu gelangen. Loggt man sich auf der gefälschten Battle.net Webseite ein, gibt man den Betrügern mit Nutzernamen und Passwort Zugang zu seinem Account.

Quelle: Computerhilfen.de / Zum Artikel

Sonntag, 22. August 2010

Abzocke mit Telefonerotik

Die Verbraucherzentrale Hessen warnt vor dubiosen Rechnungen und Mahnschreiben. Viele Verbraucher hätten in den letzten Wochen Zahlungsaufforderungen zugestellt bekommen, weil sie Telefonerotikdienste in Anspruch genommen haben sollen. Absender ist eine Firma namens „Czech Media Factoring“ mit einer Postfachadresse im hessischen Petersberg.

Quelle: HNA.de / Zum Artikel

Internetfirma macht Druck auf Leserin

Eine Leserin kommt in die Redaktion und legt Mahnbescheide auf den Tisch. Ein Rechtsanwalt macht darin im Auftrag einer Internetfirma Druck. Sie soll insgesamt rund 280 Euro zahlen, weiß aber nicht warum und wofür. Anderen Lesern soll es ähnlich gehen. Die SZ geht der Sache nach.

Quelle: Schwaebische.de / Zum Artikel

Amtsgericht Berlin-Mitte verurteilt Parkräume KG zur Rückzahlung wegen Abschlepp-Abzocke

Mit Urteil vom 05.08.2010 wurde nun Parkräume KG auch von dem Amtsgericht Berlin-Mitte zur Rückzahlung wegen weit überhöhter Abschleppkosten verurteilt. Von den einkassierten 219,50 € muss Parkräume KG 109,50 € zzgl. Zinsen zurückzahlen. Das Gericht hielt nur die reinen Abschleppkosten für zulässig und schätzte diese Kosten auf 110,00 €, Amtsgericht Berlin-Mitte 13 C 81/10 Urteil vom 05.08.2010.

Quelle: Parkraeume.blogspot.com / Zum Artikel

Verbraucherberatung: Rückruf kann teuer werden

Wer einen Anruf in Abwesenheit bekommt und dann eine kostenpflichtige Nummernfolge wie die 0900- oder die 0137- erkennt, wird kaum zurückrufen. Doch die Abzocker schlafen nicht. Mit so genannten „Ping“-Anrufen wird der Angerufene nicht nur zum Rückruf animiert – im Display erscheint auch schon mal eine unverdächtige, vermeintliche Festnetz-Nummer.

Quelle: DerWesten.de / Zum Artikel

"Anderer Name - gleiche Masche" - Telefonabzocke der "Czech Media Factoring"

Viele Verbraucher haben sich in den letzten Wochen wieder über dubiose Rechnungen und Mahnschreiben für angeblich in Anspruch genommene Telefonerotik-Dienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Hessen beschwert. Absender ist eine Firma namens “Czech Media Factoring“ mit Postfachadresse im osthessischen Petersberg.

Quelle: Osthessen-news.de / Zum Artikel

Vorsicht bei Rechnungen über 96 Euro

Betrügerische Internetfirmen aus dem Großraum Frankfurt haben jetzt auch Bürger des Landkreises Kronach im Visier. Wer eine Rechnung via E-Mail über 96 Euro für die Nutzung eines Dienstes für ein Jahr erhält, sich darauf aber keinen Reim machen kann, der sollte nicht gleich zahlen, sondern sich Rat bei der Polizei holen.

Quelle: InFranken.de / Zum Artikel

Via: Antiabzockenet.blogspot.com / Zum Artikel

Wittenberger siegt gegen Abzockfirma

Betrogen und abgezockt fühlt sich der Wittenberger Bernhard Wika. Er hat bei der Liechtensteiner Teleshop Versandhandels AG Ware bestellt, zurückgeschickt, aber nur einen Teilbetrag erstattet bekommen. Mit Unterstützung unserer Zeitung kann er jetzt auch auf den anderen Teil hoffen.

Quelle: Svz.de / Zum Artikel

Kaffeefahrtenabzocke- Den Hintermännern auf der Spur (Video)

Das sogenannte “Glück” kommt per Post. Per Brief werden Gewinne versprochen, meist zwi-schen 1000 und 8000 Euro, angeblich einzulösen auf einer Busfahrt. Doch die Gewinnbusfahrt endet – Wie so oft in einem Gasthaus und bei einer Verkaufsveranstaltung, auf der versucht wird, minderwertigen Plunder für teures Geld an den Mann, bzw. Frau zu bringen.



Quelle: Konsumer.info / Zum Artikel

Videoquelle: Dailymotion.com / Videokanal von verbraucherinfoTV

Staatsanwaltschaft ermittelt in Zusammenhang mit Internet-System-Verträgen der Firma Euroweb

Der Verdacht einer Straftat in Zusammenhang mit Internet-System-Verträgen der Firma Euroweb veranlasst das AG Hoyerswerda, in Verbindung mit einem ähnlich gelagerten Fall, zur Aussetzung eines streitigen Urkundenprozesses.

Quelle: Blogigo.de / Zum Artikel

Via: Konsumer.info / Zum Artikel

Warnung vor dubiosen Gewinnmitteilungen von Dr. Meier & Partner

In den letzten Tagen häufen sich in der Verbraucherzentrale in Detmold die Anfragen zu dem angeblichen Finanzdienstleister. Dieser verschickt zur Zeit seine Gewinnmitteilungen mit einer Einladung zum "nachträglichen Gewinnübergabetermin". Als angeblicher Gewinn wird der Betrag von 946,72 Euro genannt.

Quelle: Lippeblatt.de / Zum Artikel

Arbeitsloser wird bei Jobsuche abgezockt

Ein 45-jähriger Arbeitsloser ist bei der Jobsuche am Telefon um 120 Euro erleichtert worden. Der Mann aus Künzelsau im Hohenlohekreis rief auf eine Zeitungsannonce bei einem vermeintlichen Arbeitgeber an, wurde mehrfach mit 0900-Nummern verbunden...

Quelle: Swp.de / Zum Artikel

Einreiseformular: Betrüger zielen auf USA-Reisende

Wer als EU-Bürger in die USA reisen möchte, muss ein Online-Formular ausfüllen, das auf der Website des US-Heimatschutzministeriums bislang noch kostenlos bereit gestellt wird. Allerlei zweifelhafte Anbieter versuchen USA-Reisenden vorgeblich zu Diensten zu sein, führen jedoch selten Gutes im Schilde.

Quelle: Magnus.de / Zum Artikel

Abofalle per Fax: Informationen über aktuelle Änderungen im Steuerwesen zu insgesamt 936 Euro

Per Fax informiere ein angebliches Wirtschaftsbüro „V. & Partner“ derzeit über aktuelle Änderungen im Steuerwesen. „Gerne senden wir Ihnen unser Steuer-Rundschreiben zu“, heiße es darin. Das Dokument wirke offiziell - wie die Antwort auf eine Anfrage. Doch die habe es nie gegeben, berichtete die Online-Ausgabe der Mainzer Allgemeinen Zeitung am 18.08.2010...

Quelle: Datensicherheit.de / Zum Artikel

Betrug beim Online-Banking: BKA warnt vor neuen Trojanern (Video)

Immer mehr Menschen werden beim Online-Banking Opfer von Betrügern. Am bekanntesten dabei ist das "Phishing", bei dem die Täter persönliche Daten und Tan-Nummern ausspähen. Jetzt warnt das Bundeskriminalamt vor Angriffen durch zwei neue sogenannte Trojaner, die sich in Computer einschleichen.

Quelle: Tagesschau.de / Zum Artikel

Mittwoch, 18. August 2010

ViWa Invest GmbH - so machen Abzocker auf seriös


Während der eine Abzocker seine "Geschäftseinnahmen" in schnelle Autos, ausschweifende Partys, Frauen oder auch mal in chemisch gestreckte Naturprodukte investiert, kaufen andere lieber ganze Portale wie Gulli.com auf. Mancher investiert auch in einen eigenen, (Edit: Bitte beachten Sie den Nachtrag am Ende des Beitrags) - so wie die ViWa Invest GmbH.

Die ViWa Invest GmbH selbst hieß bis zum 18.05.10 noch ViWa Marketing GmbH:

Amtsgericht Nürnberg Aktenzeichen: HRB 24218 Bekannt gemacht am: 25.05.2010 12:00 Uhr
In ( ). gesetzte Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr.
Veränderungen
18.05.2010
ViWa Marketing GmbH, Nürnberg, Dorfäckerstr. 25, 90427 Nürnberg.Die Gesellschafterversammlung vom 01.03.2010 mit Nachtrag vom 07.05.2010 hat die Änderung der §§ 1 Abs. 1 (Firma) und 2 Abs. 1 (Gegenstand des Unternehmens) der Satzung beschlossen. Neue Firma: ViWa Invest GmbH. Gemäß § 3 EGGmbHG von Amts wegen eingetragen: Geschäftsanschrift: Dorfäckerstr. 25, 90427 Nürnberg.
Neuer Unternehmensgegenstand: Aufbau eines Portfolios an Unternehmensbeteiligungen und die Entwicklung von Geschäftsideen im Bereich neue Medien sowie alle unmittelbar oder mittelbar damit zusammenhängenden Tätigkeiten.
Die ViWa Marketing GmbH wurde am 07.04.2008 ins Handelsregister eingetragen:

Amtsgericht Nürnberg Aktenzeichen: HRB 24218 Bekannt gemacht am: 11.04.2008 22:00 Uhr
Die in ( ). gesetzten Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr.
Neueintragungen
07.04.2008
ViWa Marketing GmbH, Nürnberg (Schanzäckerstraße 33-35, 90443 Nürnberg). Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 11.02.2008. Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Online Marketing und alle unmittelbar oder mittelbar damit zusammenhängenden Tätigkeiten. Stammkapital: 25.000,00 EUR. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein.
Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer: Vipic, Darko, Hagen, *19.02.1981; Wagner, Christian, Nürnberg, *12.01.1983, jeweils einzelvertretungsberechtigt; mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Schaut man sich die Suchergebnisse zur ViWa Marketing GmbH an, macht die Umbenennung allerdings Sinn, denn mit einem (Edit: Bitte beachten Sie den Nachtrag am Ende des Beitrags) läßt sich halt schlecht "arbeiten", insbesondere wenn man wohl groß in den Markt der Onlinewerbung einsteigen möchte:



Bei einem (Edit: Bitte beachten Sie den Nachtrag am Ende des Beitrags) besagter ViWa Invest GmbH handelt es sich um 5x2.de, nach eigener Beschreibung ein Online-Kommunikationsdienstleister:
„Die Idee hinter 5x2.de ist, dem User eine ganzheitliche Erfahrung rund um sein E-Mailpostfach zu bieten. Dazu zählen für uns eben nicht nur das anbieten eines Postfaches, sondern die Einbettung als Kommunikationszentrale in ein vollständiges Informationsportal.“
Dort erinnert einiges an das Leistungsportfolio von bspw. Web.de, doch die Abzocker schaffen es immer wieder zumindest mir durch ihre irrwitzigen Formulierungen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern - so haben die Betreiber eigentlich schon vor Jahren für "ganzheitliche Erfahrung rund um das E-Mailpostfach" gesorgt:
  1. (Edit: Bitte beachten Sie den Nachtrag am Ende des Beitrags)
  2. (Edit: Bitte beachten Sie den Nachtrag am Ende des Beitrags)
(Edit: Bitte beachten Sie den Nachtrag am Ende des Beitrags)

Dies ist allerdings nur eine kleine Auswahl der genutzten Domains. Weitere Hintergründe und Informationen finden Sie u. a. bei Antiabzockenet oder Verbraucherabzocke.info.

Ich persönlich freue mich jetzt schon auf die Referenzen, die derzeit nicht erreichbar sind:


Nachtrag vom 28.08.2013:

Die ViWa Invest GmbH hat u. a. Inhalte dieser Dokumentation moniert. Daher sind einige Inhalte, vermeintlich bis zu einer Klärung der Angelegenheit, nicht mehr verfügbar.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

K1: Der Abschlepp-Nepp der “Parkräume KG” (Video)

Parkplätze in Deutschland werden teilweise von privaten Firmen bewacht. Mehrere hundert Euro müssen an Ort und Stelle gezahlt werden, oder der Wagen wird abgeschleppt. Wenn ihr Auto dann abgeschleppt wird, und sie es erst nach Monaten zurückbekommen. K1 auf der Spuren der Parkräume KG mit ihren miesen Maschen.



Videoquelle: Dailymotion.com / Videokanal von verbraucherinfoTV

Via: Konsumer.info / Zum Artikel

AntiSpam e. V. redet Tacheles: Warum Deutschland ein Paradies für Abzocker und Betrüger ist!

In Anbetracht der aktuellen politischen Diskussionen und den angedachten Maßnahmen zur künftigen Prävention gegen Abofallen und dem Telekommunikationsbetrug, geht der AntiSpam e. V. in einer sehr lesenswerten Publikation auf die derzeitigen Gegebenheiten ein. Den Ausführungen ist nichts hinzuzufügen, wobei ich nachfolgend noch gerne einige Passagen mit "weiterführenden Informationen" verknüpfen möchte:

Gegen die "Abofallen" will man nun offenbar einen europaweiten Vorstoß unternehmen und eine EU-weit gültige "Button-Lösung" für die Preiskennzeichnung auf Internetseiten einführen. Wer jedoch die Mentalitäten und Herangehensweisen der Webseiten-Abzocker seit fünf Jahren beobachtet und genau weiß, wie die auf solche Maßnahmen reagieren werden, kann bereits jetzt voraussehen, dass auch diese "Button-Lösung" lediglich Makulatur sein wird. Das wiehernde Gelächter des Frankfurter Kreisels, der Büttelborner Gebrüder, der Wiener Schlawiner und anderer Banden kann ich mir bereits jetzt lebhaft vorstellen.

Der Fall der nicht nachvollziehbaren Verfahrenseinstellung gegen den Betreiber eines betrügerischen Neu-Isenburger Inkassobüros ist nur ein Beispiel dafür. Auch die haarsträubendsten und abstrusesten Ausreden scheinen deutschen, besonders hessischen Staatsanwälten gerade recht zu sein, damit der Welpenschutz innovativer Inkassoeintreiber gewährleistet bleibt und lästige Massenermittlungen auf elegante Art beerdigt werden können. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt sowie die Staatsanwaltschaft Darmstadt haben Verfahren gegen Abofallenbetreiber eingestellt, die Staatsanwaltschaft Fulda hielt es nicht für angemessen, gegen den Betreiber einer betrügerischen Telefonsexfalle Anklage zu erheben.

Für die Staatsanwaltschaft Hannover sind neuerdings offenbar die 0137-Ping-Anrufe kein strafbarer Betrug mehr. Es liegt zwar eine Vermögensverfügung vor, eine irgendwie geartete Gegenleistung gibt es ebenfalls nicht, der Ping-Anruf erfolgt in täuschender Absicht, aber die Staatsanwälte unterstellen den Opfern eine wesentliche Mitschuld, indem sie fahrlässig die kostenpflichtige Mehrwertnummer anrufen.

Die Staatsanwaltschaft München hat einer bekannten Inkassoanwältin, die in Kenntnis der fehlenden Anspruchsgrundlage massenweise Forderungen aus untergeschobenen Verträgen bei Abofallen eintreibt, einen regelrechten Persilschein ausgestellt. Die StA hat nicht nur das Verfahren eingestellt, sondern eine Einstellungsbegründung geliefert, die vom Umfang her regelrecht den Charakter eines Rechtsgutachtens hat.

Die deutschen Rechtsanwaltskammern tun sich selbst dann, wenn ein Anwalt bereits wegen gewerbsmäßigen Betrugs verurteilt wurde, äußerst schwer, diesem die Zulassung als Rechtsanwalt zu entziehen. Als Rechtsanwalt darf man zwar massenweise kostenpflichtige Abmahnungen wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht an Nutzer von Filesharing-Portalen schreiben. Ist man selbst jedoch bereits als gewerbsmäßiger Raubkopierer tätig geworden und auch deswegen rechtskräftig verurteilt, darf man (zumindest in München) weiterhin als Anwalt praktizieren.

Firma mit Eisenacher Adresse trickst Internetnutzer aus

Die Masche ist hinterhältig. Es fallen immer wieder Internetnutzer auf sie herein: Man be-kommt bestimmte Informationen nur nach Anmeldung und Zustimmung zum Klein-gedruckten. Kaum erkennbar ist neben der Anmeldemaske der Hinweis, dass hierbei Kosten entstehen.

Quelle: Thueringer-Allgemeine.de / Zum Artikel

Besser gleich in den Papierkorb

Die Informationsseiten der Handwerkskammer Reutlingen im Internet zum Thema „Vorsicht, Abzocke: Dubiose Branchenbuchanbieter und ihre Maschen“ werden seit einigen Wochen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum aufgerufen. Und zwar so oft, dass inzwischen durch die darauf folgenden Anfragen die Beratungskapazitäten der Rechtsabteilung überschritten werden.

Quelle: Suedkurier.de / Zum Artikel

Hellmonsödt: Verein "Help4You" verprasste Spendengelder

Gegen den Verein Help4You wurde seit mehreren Wochen wegen des Verdachts auf Betrug ermittelt. Der Verein wurde nach bisherigen Ermittlungen von einem 49-jährigen Arbeitslosen aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung im Juni 2002 gegründet.

Quelle: Nachrichten.at / Zum Artikel

Immer wieder: Betrüger locken mit Riesengewinnen

Der Rostocker Herr K., war hocherfreut, als ihm ein offizielle Mitteilung eines „Lotto-Service“ mit Postfach in Lastrup ins Haus flatterte. Dem Glücklichen wurde ein Gewinn in Höhe von 1000 Euro angekündigt. Herrn G. aus Kröpelin wurden von „Finanzen & Mehr“ sogar 1200 Euro versprochen.

Quelle: Verbraucherrecht.blogg.de / Zum Artikel

Abzocke im Namen Mohammeds

Das Unternehmen versprach ein "gottgefälliges Investment", am Ende ging es vor allem um privaten Profit: Eine sogenannte Islam-Holding muss nach einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Nürnberg 13 000 Euro Schadenersatz an einen in Fürth lebenden Türken zahlen.

Quelle: Welt.de / Zum Artikel

Akte 2010: Die Tricks der Werbefahrer-Mafia (Video)

Die Anschaffung eines Neuwagens stellt eine echte Herausforderung dar. Dabei ist die Finanzierung oftmals die größte Hürde für die Kaufinteressenten. Genau das wissen auch die Abzocker und haben sich etwas Besonderes einfallen lassen: Im Internet locken sie mit ganz speziellen Angeboten, die gezielt die Autokauf-Neugierigen ansprechen sollen. Das Geschäftsmodell klingt auf den ersten Blick vielversprechend. Die Kunden finanzieren den Neuwagen über Werbung, die an dem Fahrzeug angebracht wird. Lediglich den Sprit sollen die Neuwagenbesitzer selbst bezahlen. Doch es kommt dann ganz anders. Hunderte sind bereits dieser miesen Abzockmasche auf den Leim gegangen.


Quelle: Antiabzockenet.blogspot.com / Zum Artikel

Videoquelle: Dailymotion.com / Videokanal von verbraucherinfoTV

Mieterverein Hamburg warnt vor Internet-Abzocke

Betrug auf Wohnungs-Plattformen im Internet: Der Mieterverein Hamburg warnt vor angeblichen Vermietern im Ausland, die für falsche Schnäppchen-Angebote in Hamburg und im Umland der Hansestadt unrechtmäßig Vorkasse verlangen.

Quelle: NDR.de / Zum Artikel

Abzocke: Frau gewinnt angeblich 10.000 Euro

Stellen wir uns einmal folgende Szene vor: Vor einem Volkacher Einfamilienhaus steht ein Mann mit einem Koffer und klingelt. Herr Weingarten heißt der und kommt von der „Service-Agentur Lars Kaminsky“. Im Gepäck hat er 10 000 Euro, bestimmt für unsere Leserin Emma B. (Name v. d. Red. geändert). Die hat den Jackpot geknackt. Frau B. ist leider nicht zuhause.

Quelle: Mainpost.de / Zum Artikel

Verbraucherzentrale warnt vor neuer Kaffeefahrt-Masche

Ein Stromanbieter lockt mit einem Jahr kostenlosem Strom: Der Gewinn werde bei einer Kaffeefahrt übergeben. Die Verbraucherzentrale warnt vor derartigen Gewinnspielen.

Quelle: Suedkurier.de / Zum Artikel

Via: Antiabzockenet.blogspot.com / Zum Artikel

Trickbetrug: Sechseinhalb Millionen Taliban-Dollar gefällig?

Hat es wieder nicht geklappt mit dem Lotto am Samstag? Kein Problem: Korrupte Soldaten schicken Ihnen gern ein paar beschlagnahmte Taliban-Millionen. Behauptet zumindest die neueste Welle von Nigeria-Betrugsmails: Das macht Spaß, das sollte man verfilmen. Nur reagieren sollte man darauf nicht.

Quelle: Spiegel.de / Zum Artikel

WDR-Markt: Telefontrick: Bei Rückruf Abo! (Video)

Dubiose Firmen rufen Privatanschlüsse an - ruft man zurück, kommt wenige Tage später eine Rechnung für ein Telefonsex-Abo. markt zeigt, was hinter der Masche steckt und wie man sich dagegen schützt und wie man sich dagegen schützt.

Es beginnt mit einem Anruf - meistens am frühen Morgen oder spät in der Nacht. Nach einmaligem Klingeln ist wieder Ruhe. Auf dem Display erscheint eine Festnetznummer. Vielleicht ein Freund oder ein Geschäftspartner? Wer dann zurückruft, könnte schon bald eine böse Überraschung erleben.

Die Anrufer versuchen, Telefonate auf eine bestimmte Festnetznummer zu provozieren. Dafür werben sie im Spätfernsehen für Sex- und Dating-Hotlines oder veranstalten scheinbar ein Gewinnspiel. Jedes Mittel ist ihnen recht, um möglichst viele Verbraucher dazu zu bringen, auf ihren Festnetznummern anzurufen. Besonders dreist ist der sogenannte „Ping-Anruf“. Die Rufnummern von Privatpersonen werden von Computern oder Telefonisten gewählt und sind oft aus Datenbanken gestohlen oder anderweitig illegal erworben worden. Einmal lassen die Telefonisten durchklingeln, dann legen sie wieder auf. Viele Verbraucher sind nicht misstrauisch und rufen zurück. Was soll schon bei einem Anruf auf einer normalen Festnetznummer passieren? Es meldet sich aber kein Freund. Ihr Anruf landet bei einer automatischen Sexhotline.



Quelle: WDR.de / Zum Artikel

Videoquelle: YouTube.com / Videokanal von scamnewsTV

Finanzagenten: Betrug per Internet

Auf Internetseiten und per E-Mails wenden sich derzeit vermehrt Betrüger an Jobsuchende. Sie versprechen ihnen gute Verdienste, wenn sie sich als „Finanzagenten“ verdingen.

Quelle: Test.de / Zum Artikel

Montag, 16. August 2010

Erneute Mahnwelle von Proinkasso: Nicht einschüchtern lassen!

Wieder erhalten unzählige ahnungslose Verbraucher Mahnschreiben von Proinkasso aus Neu-Isenburg. Mit drastischen Worten werden sie an eine angeblich offene Forderung für die Anmeldung zu einem Gewinnspieleintragungsservice erinnert. Proinkasso gibt an für ihren Mandanten - die CSS Kontor GmbH Hamburg, Abwickler für verschiedene Gewinnspiel-eintragungsdienste – eine Forderung von über 200 Euro einzuziehen.

Quelle: VzSA.de / Zum Artikel

Via: Antiabzockenet.blogspot.com / Zum Artikel

Euroweb und die Zensur der Berichterstattung

Daß die Firma Euroweb Internet GmbH versucht, unangenehme Berichterstattung zu unterbinden ist hinlänglich bekannt. Die Redaktion von Konsumer.info berichtete in der Vergangenheit über das Geschäftsgebaren der Firma Euroweb bzw. Webstyle.

Quelle: Konsumer.info / Zum Artikel

Via: Antiabzockenet.blogspot.com / Zum Artikel

Freitag, 13. August 2010

Die Internetschwindler und ihre lukrativen Machenschaften

Ein unscheinbares Kuvert flattert ins Haus. Vermutlich eine dieser ominösen Gewinn-benachrichtigungen, schiesst Louis Hug (Name geändert) der Gedanke durch den Kopf. Doch nichts dergleichen: Es handelt sich um eine Rechnung der Firma Net 24 Limited & Co. KG aus Leipzig. Louis Hug soll sich auf der Webseite «streamarchiv.com» angemeldet haben und damit einen bindenen Zwei-Jahres-Vertrag eingegangen sein.

Quelle: A-Z.ch / Zum Artikel

Statement der Schufa zum Thema “Abo-Fallen”

Ich hatte schon darüber berichtet: Abo-Fallen bedrängen gerne einmal ihre “Kunden” mit der Drohung, man würde bei Nicht-Zahlung einen “Schufa-Eintrag” vornehmen. Dabei besteht das Risiko, dass man dann, wenn man sich gar nicht meldet, in der Tat diesem Risiko aussetzt. Ich habe zu diesem Thema bei der Schufa kurz angefragt und nun eine Antwort bekommen.

Quelle: Abo-falle.de / Zum Artikel

Polizei nimmt Todtmooser Hotelier fest

Bei einem großangelegten Gewinnspielbetrug sollen im gesamten Bundesgebiet mehr als 19 Millionen Euro unrechtmäßig abgebucht worden sein. Die ermittelnde Staatsanwaltschaft Bielefeld sieht in Markus W., einem ehemaligen Todtmooser Hotelbetreiber, den Kopf der Bande.

Quelle: Suedkurier.de / Zum Artikel

Via: DanielGrosse.com / Zum Artikel

Glücksspielgewinn ist meistens Nepp

Weil die vielen Warnungen vor dem Enkeltrick offensichtlich doch Wirkung zeigen, versuchen Trickbetrüger jetzt verstärkt mit einer anderen Masche, an das Geld älterer Menschen zu kommen: dem Ausspähen von Kontodaten.

Quelle: Westfalen-Blatt.de / Zum Artikel

StA Essen: Rückgewinnungshilfeverfahren gegen Hintermänner diverser Gewinnspiele

Die Staatsanwaltschaft Essen sucht im Rahmen eines Rückgewinnungshilfeverfahrens wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges gegen die Verantwortlichen der Firmen Future Call und Global Mind International Ltd. Opfer, die auf unberechtigte Forderungen bezahlt haben.

Quelle: Kanzlei-Richter.com / Zum Artikel

Kostenfallen: Bunderegierung, Bundesländer und Staatsanwaltschaften sind gefordert

Im Kampf gegen Kostenfallen im Internet hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) weitere Erfolge verzeichnen können. Nachdem der vzbv geklagt hatte, wurden die Betreiber der Seiten "Outlets.de" und "Onlinedownloaden.de" mangels Kostentransparenz zur Unterlassung verurteilt. Doch die Urteile sind nicht mehr als Nadelstiche gegen die Online-Plage. "Alleine können wir den Kampf nicht gewinnen."

Quelle: VzBv.de / Zum Artikel

Verbraucherschutz: Und wieder lockt (k)ein Gewinn

Das hört sich erstmal gut an: „Wir haben für Ihr Recht gekämpft und können Ihnen die erfreuliche Mitteilung machen, dass Ihnen dieser Betrag in vollem Umfang zusteht.“ Das schreibt ein Unternehmen mit dem klangvollen Namen Dr. Böhm & Schneider Finanzdienstleistungen derzeit zahlreichen Schwertern. Doch so selbstlos, wie es scheint, ist Dr. Böhm nicht.

Quelle: DerWesten.de / Zum Artikel

Günstige Homepage als böse Kostenfalle

Das Angebot wirkt verlockend. Eine feine Internetpräsenz für wenig Geld, Online-Auftritte gegen geringe Gebühr. Es gibt Firmen, die das versprechen. Und - man vermutet es bereits - nicht halten.

Quelle: Az-web.de / Zum Artikel

Deftige Drohung mit Inkasso

Die Versuche der Abzocker, gutgläubigen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen, sind lästig und wegen ihrer Penetranz auch ärgerlich. Bei jenen, die in die Falle getappt sind, kommen womöglich finanzieller Schaden und eine ordentliche Wut hinzu. Eine ganz besonders perfide Masche vermag aber sogar regelrecht Angst zu erzeugen – eine Leserin aus Neresheim wandte sich deshalb jetzt hilfesuchend an uns.

Quelle: Schwaebische-Post.de / Zum Artikel

WEB Inkasso mahnt aktuell für Firstload

Aus dem mafiösen Firmengeflecht des Mega Downloadnetz werden aktuell wieder Mahnungen verschickt. Diesmal werden von der WEB Gesellschaft für Forderungsmanagement mbH potentielle Opfer der Abzockseite Firstload.de angeschrieben, bei welcher der Wiener Filou Valentin Fritzmann nach wie vor im Hintergrund die Strippen zieht.

Quelle: Inside-Megadownloads.blogspot.com / Zum Artikel

Via: Antiabzockenet.blogspot.com / Zum Artikel

Online-Banking: Neue Phishing-Masche bedroht Bankkunden

Die Betrugsfälle beim Online-Banking nehmen derzeit dramatisch zu. Mit einer neuen Methode schaffen es die Cyber-Kriminellen, an die Tan-Nummern der Kunden zu kommen. Neue technische Verfahren können dieses Problem lösen - doch die Mehrzahl der Bankkunden setzt auf die alten Tan-Listen.

Quelle: RP-online.de / Zum Artikel

Warnung vor falschem Firefox 4

Sicherheitsfachleute warnen vor Online-Betrügern, die geknackte Versionen oder Seriennummer-Generatoren für Firefox 4 verkaufen wollen. Die Mühe kann man sich sparen: Firefox 4 ist in der Beta-Version kostenlos verfügbar.

Quelle: Com-magazin.de / Zum Artikel

Unseriöser Anbieter von Kaffeefahrten unterwegs

Vermeintlich frohe Botschaft haben Christian W. und Susanne M. aus Eisingen erhalten. 5000 Euro sollen sie gewonnen haben. Allerdings kann der Gewinn nur bis Donnerstag, 12. August, in der Geschäftsstelle eines Busreiseunternehmens abgeholt werden. Bei den beiden Eisingern schrillte sofort der Kaffeefahrt-Alarm.

Quelle: Mainpost.de / Zum Artikel

„ediPost“: Regensburger vermutet Abzocke

Der Regensburger Bernhard Haschke wittert bei der Ulmer GmbH „ediPost“ kriminelles Tun. Er will andere warnen.

Quelle: Mittelbayerische.de / Zum Artikel

Scheinbehörde probt die Abzocke

Die Gründung eines gemeinnützigen Vereins in Radolfzell wollten Betrüger zum Anlass nehmen, um an Geld zu kommen. Der Vereinsvorsitzende erhielt ein Schreiben, das wie eine Kostenrechnung einer Behörde aussah.

Quelle: Suedkurier.de / Zum Artikel

Landeskriminalamt warnt vor «Rip Deal»-Abzocke

Vor betrügerischen Geldtausch-Geschäften mit hohen Summen hat das Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz gewarnt. Bei den sogenannten «Rip Deal»-Abzocken werde den Opfern am Rande von Immobiliengeschäften der Wechsel von Devisen oder von kleinen in große Noten mit lukrativer Provision vorgeschlagen, teilte das LKA am Dienstag in Mainz mit.

Quelle: Rhein-zeitung.de / Zum Artikel

Gewinnspiele sind reine Abzocke

Abzocker, die mit angeblichen Gewinnspielen locken, beschäftigen derzeit die Polizei in Westschwaben - auch im Landkreis Günzburg. Die Betrüger gehen dabei ausgesprochen skrupellos vor.

Quelle: Augsburger-Allgemeine.de / Zum Artikel

Abofalle: Drohung mit SCHUFA-Eintrag ist rechtswidrig

Die Zeiten, in denen die Betreiber von Abofallen das große Geld machen konnten, scheinen so ganz allmählich dem Ende zuzugehen – immer mehr Gerichte entscheiden inzwischen Verbraucher-orientiert, wenn es um Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Abofallen im Internet geht. So auch im vorliegenden Fall.

Quelle: E-recht24.de / Zum Artikel

Sonntag, 8. August 2010

MDR Escher: Identitätsdiebstahl (Video)

EC- und Kreditkarten sind heute gängige Zahlungsmittel. Doch so bequem sie auch sind – wenn sie gestohlen werden, kann das große Probleme mit sich bringen. Wie sollten Sie sich bei Verlust oder Missbrauch verhalten?

Als Karteninhaber sind Sie dazu verpflichtet, Ihre Karte und die dazugehörende Geheimzahl an verschiedenen Orten aufzubewahren. Wenn Sie sich nicht daran halten, haften Sie im Schadensfall. Daher empfiehlt es sich, die Geheimzahl auswendig zu lernen und an einem sicheren Ort aufzubewahren. Sind Ihnen die Geldkarten gestohlen worden, lassen Sie diese sofort sperren!



Videoquelle: Dailymotion.com / Videokanal von verbraucherinfoTV

ORF: Abzocker - Hitliste (Video)

Der ORF (österreichischer öffentlich rechtlicher Fernsehsender) hat in seinem Konsumenten-servicemagazin eine Hitliste der dreistesten Online- Abzocker aufgestellt.



Videoquelle: Dailymotion.com / Videokanal von verbraucherinfoTV

Toter sollte bei Kaffeefahrt "Gewinn" abholen

Da scheint sich das Nachdenken ja gelohnt zu haben: Einfach mal beim Kreuzworträtsel die richtige Lösung gefunden, und schon gibt es 5000 Euro in bar, dazu noch einen Laptop sowie für die Gewinnerin eine Espresso-Kaffeemaschine beziehungsweise für den Gewinner ein Navigationssystem, dazu ein üppiges Frühstück, ein deftiges Mittagessen und ein Freigetränk.

Quelle: Giessener-Allgemeine.de / Zum Artikel

Via: Antiabzockenet.blogspot.com / Zum Artikel

Das Geschäft mit der Ängstlichkeit

Zahlungsaufforderungen von Inkassobüro sind ärgerlich genug – noch schlimmer sind wohl nur Forderungen von Geldeintreibern ohne jegliche Grundlage. Immer öfter flattern Konsu-menten in Österreich geharnischte Briefe ins Haus, in denen Rückstände bei angeblichen Internet-Abos gemahnt werden.

Quelle: Wienerzeitung.at / Zum Artikel

Rückgewinnungshilfe für Opfer der Gewinnspielmafia

Im Rahmen ihrer Ermittlungen gegen die Firma DTM Service GmbH, wegen gemeinschaftlichen gewerbs- und bandenmäßigen Betruges, hat die StA Berlin auch die Guthaben der Geschäftskonten beschlagnahmt. Außerdem wurde ein dinglicher Arrest auf das Gesellschaftsvermögen angeordnet.

Quelle: Antiabzockenet.blogspot.com / Zum Artikel

Collector GmbH startet Mahnwelle für win-loads.net

Nun ist es amtlich: die Collector GmbH mahnt nun auch aktuell für die Abofalle win-loads.net im Auftrag der Domember FZE aus Dubai. Als Bankverbindung wird das gleiche Konto bei der Volksbank Bochum Witten eG genutzt, welches auch für mega-downloads.net herhalten muss.

Quelle: Inside-Megadownloads.blogspot.com / Zum Artikel

Donnerstag, 5. August 2010

Fundstück: Das Syndikus-Syndikat (Stand: 02/2004)

Beim stöbern bin ich auf sehr umfangreiche Analysen und Auswertungen aus früheren Dialerzeiten rund um den damaligen Kanzlei-Sozius von Herrn Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth (Rechtsanwalt Bernhard Syndikus) aufmerksam geworden. In den Berichten finden sich auch viele Einblicke und Schlüssel zum System der heutigen Abofallen:

13.02.2004 / Das Syndikus-Syndikat Teil I / Prolog

Gravenreuths Kanzleipartner Syndikus ist nebenberuflich in erheblichem Umfang im Dialer- und Online-Sexgeschäft tätig. Nicht nur beratend als Anwalt, sondern vor allem als Anbieter entsprechender eigener Dienstleistungen und Produkte. Nachfolgend versuche ich in einer vorerst auf drei Teile angelegten Artikelserie das weitreichende Netzwerk der Syndikus-Dialer-Tätigkeit anzuskizzieren. Dabei kann ich mit meinen Recherchemitteln allerdings nur an der Oberfläche kratzen. Im ersten Teil lade ich Sie auf eine Reise auf diverse Dialer-Seiten ein, die unmittelbar von Syndikus angeboten werden. Im zweiten Teil entführe ich Sie in die Welt der fortgeschrittenen Dialer-Platzierung durch manipulierte Suchmaschinen. Diese Arbeit wird von Gravenreuth/Syndikus-Mandanten besorgt, Syndikus verdient als Anbieter der Dialer unmittelbar an diesen Tätigkeiten und die Kanzlei Gravenreuth verdient unmittelbar bei der Verteidigung der Kunden gegen die Konkurrenz. Im dritten Teil untersuchen wir den Komplex der sog. Eselseiten, die in den letzen Wochen besonders für Medien-Reaktionen gesorgt haben. In der Artikelserie mache ich nichts anderes, als durch verschiedene Webseiten zu surfen und das Vorgefundene zu beschreiben. Alles Geschilderte kann unmittelbar durch eigenes Surfen oder whois-Recherchen nachgeprüft werden, ich verwende keinerlei internen oder spekulativen Quellen, sondern ausschließlich Informationen, die für jedermann mit Internetzugang direkt nachvollziehbar sind. Nach Abschluß der Artikelserie werde ich die Ergebnisse in einem Epilog persönlich wertend zusammenfassen. Da es zur Natur der Dialer-Seiten gehört, dass sich diese andauernd verändern, habe ich die geschilderten Zustände der einzelnen Sites zum Zeitpunkt der Recherche jeweils von einem Zeugen sichten und als Screenshots sichern lassen. Die Artikel geben jeweils das Datum des beschriebenen Zustands an. Ich bedanke mich ich an dieser Stelle bei den betreffenden Personen für die Unterstützung bei dieser mühseligen Arbeit.

Lehnen Sie sich nun entspannt zurück und surfen Sie mit mir — ohne Risiko — durch den lernäischen Sumpf der Dialer.


13.02.2004 / Versuch einer ersten Annäherung

Fangen wir bei der Kanzlei an. Kanzlei Gravenreuth & Syndikus, Schwanthaler Straße 3 in München. Der Kanzleipartner Bernhard Syndikus (nachfolgend kurz Syndikus), hat noch ein paar nicht-anwaltliche Nebenjobs. Zum Beispiel ist er Geschäftsführer einer Firma mit dem vielsagenden Namen "consiliere new media gmbh" (nachfolgend kurz Consiliere). Diese Firma hat auch eine Homepage, www.consiliere.com/.de, allerdings gänzlich ohne Inhalt. Und ohne Impressum. Domaininhaber ist für beide Frank Duempelmann (nachfolgend kurz Dümpelmann) in 58300 Wetter, nähe Bochum. Admin-C der .com-Adresse ist Syndikus, Admin-C der .de-Adresse Dümpelmann. Was macht diese Syndikus-Firma? Da die Firma selber auf der Homepage keinerlei Auskünfte oder Kontaktmöglichkeiten bereit stellt, müssen wir woanders suchen.

Nehmen wir einen anderen Krakenarm auf. MMSmatrix. Homepage unter www.mms-matrix.de/.com/.net/.org/.ch. Alle Domains eingetragen auf Syndikus persönlich oder Consiliere. Diese Seite hat auch ein Impressum, immerhin. Und da können wir nun Näheres über Consiliere erfahren, etwa dass Syndikus, der ja eigentlich Anwalt in München ist, auch Geschäftsführer der 568 Kilometer entfernten Firma in Wetter ist. Und dass diese Firma von der Kanzlei Gravenreuth & Syndikus rechtlich betreut wird. MMSmatrix ist also ein Projekt der Consiliere — schauen wir uns das Angebot an, dann lernen wir was über Consiliere. Auf MMSmatrix kann man Bildchen und Logos aufs Handy laden, Preise sind angegeben, maximal knapp 4 Euro kostet ein Bildchen, das ist nicht günstig aber wie man in Bayern sagt: "d'Katz mog d'Meis, I mogs net". Dann gibt es Handy-Spiele, maximal knapp 6 Euro pro Spiel, das ist ok. Das Angebot ist reichhaltig und Consiliere wirbt damit, dass der Bezug ohne Dialer und ohne 0190er-Nummer funktioniert.

Und dann gibts noch was bei MMSmatrix. Ein kostenloses Partnerprogramm. Das sieht so aus: man kann eigene Handy-Bildchen erstellen, wenn die über MMSmatrix verkauft werden, bekommt man pro Deal 0,15 Euro. Und die besten Bilder werden sogar in der BRAVO veröffentlicht! Außerdem bekommt man nach Anmeldung einen eigenen Webmasterbereich mit Hilfsmitteln um MMSmatrix zu bewerben. Wenn man als Vermittler tätig wird, bekommt man Provision pro verschachertem Logo/Bildchen/Spiel. Das klingt super. Wo kann ich mich anmelden? Ah hier ist ein Link, der führt mich zu einer Anmeldeseite bei einer Firma "Global Netcom Telekommunikationsdienste" (nachfolgend kurz GlobalNetcom).

Wieso ist denn das Partnerprogramm nun wieder bei einer anderen Firma? Blöderweise ist kein Impressum auf der Anmeldeseite, aber ich bin ja ein Internetfuchs und verändere die URL "http://anmelden.global-netcom.de/?pid=mms-10000" einfach mal auf "www.global-netcom.de". Ah, das schaut aber professionell aus, fast wie auf der Vodafone-Homepage. Ein Impressums-Knopf ist nicht zu finden, aber ich bin des Englischen mächtig und versuche es mal unter "Company". Öha, die kenn ich doch: Geschäftsführer Bernhard Syndikus. Dieselbe Adresse wie Consiliere in Wetter, die Telefonnummer ist auch gleich, nur dass hier ein Hinweis steht, dass die Firma nur für 0,12 Euro pro Minute kontaktiert werden kann. Wie hängt denn das nun alles zusammen? Das Impressum gibt Auskunft: " Alle auf GlobalNetcom benannten Firmen sind rechtlich von einander unabhängig. Ein etwaig gemeinsamer Zusatz " GlobalNetcom " stellt ein Corporate Identity für die rechtlich getrennte, jedoch unter Nutzung von Synergieeffekten in Raumunion & Werbeunion auftretende Telekommunikations- und/oder Werbegemeinschaft dar." Das klingt ziemlich kompliziert. Und auch ziemlich wischi-waschi. Aber ich bin ja auch kein Markenexperte sondern bei GlobalNetcom nur Anwärter für das Partnerprogramm von MMSmatrix, welches ein Consiliere-Projekt ist.

Gut, dass ich erstmal das Impressum aufgerufen habe, denn es gibt auch allgemeine Geschäftsbedingungen bei der GlobalNetcom. Die waren irgendwie im Anmeldefenster des Partnerprogramms nicht zu sehen. Und die AGBs sind sehr lang. Sehr lang. Und vieles verstehe ich gar nicht. Ich wollte doch nur Handy-Logos vermitteln. Jetzt stehen da Aufsätze über Mehrwertdienste, Servicenummern-Portierung, durchwahlfähig gemachte Stammnummern, dass "während einer Anwendung mind. 40% der generierten Anrufe an den Zielanschlüssen abgefragt werden", Verhaltenskodexe bei 0190-Rufnummern, Pflichten bei Flirt-, Chat- und Erotiklines, und so geht es seitenweise weiter bis schließlich zur Einwilligung, dass GlobalNetcom Auskünfte über mich bei der SCHUFA einholt. Schluck! Ist doch nicht so einfach wie es am Anfang aussah. Ich glaube, die Anmeldung verschiebe ich erst mal und seh mich noch etwas genauer bei GlobalNetcom um. Was man da alles kann. Z.B. 0180er- oder 0190er-Nummern anmieten. Dann gibts Call-Center- und Ansage-Dienste für Unternehmen, Handy-Zeugs und Erotic Lines ("Spiel Dich sexy. [...] GlobalNetcom der Anbieter mit dem gewissen Etwas."). Jetzt kapier ichs langsam. GlobalNetcom bietet alles an, was man braucht, um kostenpflichtige Telefondienste anzubieten. Von der Service-Hotline bis zum "Ruf! Mich! An!"-Dienst kann man alles bei GlobalNetcom mieten und offensichtlich ein Schweinegeld verdienen. Man muss nur ein paar persönliche Angaben machen ("Jetzt anmelden!" blinkt die ganze Zeit oben links im Fenster), die AGBs akzeptieren (in denen sich GlobalNetcom pauschal von allen Machenschaften der Kundschaft distanziert) und los gehts. Das sieht alles sehr seriös und groß aus, erstaunlich was man so nebenbei von München alles in Wetter bewegen kann, als Anwalts-Geschäftsführer. Global-netcom.de ist auf Global Netcom GmbH/Syndikus eingetragen, global-netcom.com ist auf Consiliere eingetragen (wenn die mal nicht durcheinander kommen!).

Jetzt zaubere ich eine neue Domain aus dem Hut: www.sendman.de/.net/.org. Sendman schaut wahnsinnig international aus. Gleich 16 Länderflaggen laden auf der Startseite internationale Besucher ein: "Klicke auf Dein Land!". Aber jede Flagge liefert nur einen Dialog, den ich mit "OK" quittieren soll. ALARM! "OK steht für Organisierte Kriminalität", hat mir mein Internet-Sicherheits-Berater als Eselsbrücke eingeschärft. Wenn ich irgendwo "OK" im Browser eingeben soll, wird sofort ein Dialer auf meinen Rechner geladen. Also lieber erst mal Finger davon lassen. Was gibts noch? Klingeltöne, Wallpapers, Betreiberlogos, Bands, Bildmitteilungen, Gruppenlogos, SMS, Farbige Hintergrundbilder, MMS, Farblogos, Super MMS, Java-Rollenspiele, Plug-Ins, Super Starmotive, Spiele, DIE Chart-Melodien, Bildschirmschoner, Logos und Java-Games kann man anklicken, bekommt aber leider nur denselben Dialer-Download-Dialog. Auto, Comic, Diverses, Anonyme SMS, Erotik, Horror, Kiffen, Liebeskummer, Tuerkisches, Toolz heissen andernorts auf der Seite die klickbaren Schlagwörter — und führen lediglich nur zum Dialer-Download-Dialog. Nur zwei Wörter auf der ganzen Sendman-Seite führen nicht zum Dialer-Download: "Impressum" und "Webmaster$$$". Also Blick ins Impressum. Siehe da — alte Bekannte: ein Projekt der Consiliere, Geschäftsführer Bernhard Syndikus, bekannte Adresse in Wetter, rechtliche Betreuung Frhr. v. Gravenreuth. Aha, und von der Impressums-Seite aus kann man auch was klicken ohne gleich den Dialer-Download zu kriegen. Da gibts alles was es auch bei MMSmatrix gibt: Handylogos, Klingeltöne, SMS-Texte und ein paar Sex-MMS-Bildchen, bei den Bildchen steht sogar ein Copyright-Vermerk von MMSmatrix drin. Ja aber wieso noch eine Seite, wenn da das Gleiche angeboten wird wie bei MMSmatrix? Ein bisschen ist doch anders bei Sendman. Es gibt hier im Gegensatz zu MMSmatrix drei Varianten, wie die Bildchen bezahlt werden können (aber nur über die Impressums-Seite). Da gibt es wieder den Abruf per SMS mit einer klaren Preisangabe (knapp 4,- Euro) und dann gibts noch die "Schnell und anonym"-Methode und die telefonische Bestellung für DSL User jeweils ohne Preisangabe (d.h. da gibts schon eine Preisangabe, aber die steht vollkommen woanders auf der Seite und ist nur schwer zu entdecken). Was ist denn eine telefonische Bestellung für DSL User? Mal anklicken. Hoppla, ich soll eine 0190-Nummer anrufen, kostet — wenn man genau hinsieht — 1,86 Euro pro Minute (der T4 Höchstsatz). Komischerweise lädt die Seite dauernd neu, und man kann nicht mehr im Browser zurückblättern. HILFE! (Keine Sorge, das war nur eine Dramatisierung von mir, von so kleinen Tricks lasse ich mich noch nicht ins Bockshorn jagen).

Also, dann testen wir noch die "Schnell und anonym"-Variante. Hier ich soll ich zur Abwechslung mal "OK" eintippen. Keine Info was dann passiert und was das kosten wird, das Wort Dialer taucht auch nicht auf. Lediglich der beruhigende Hinweis, dass ich nur den Anweisungen folgen muss. Laden wir den Dialer mal runter, und unterziehen ihn einer forensischen Analyse. Oh je, der Dialer ist ja wieder von einer anderen Firma, die wir aber schon kennen: GlobalNetcom, Geschäftsführer Syndikus. Die vermieten wohl auch Dialer? Steht gar nicht als Produkt auf der GlobalNetcom-Seite drauf, aber das Motto lautet ja auch "der Anbieter mit dem gewissen Etwas". Irgendwie scheinen die eh das Wort "Dialer" zu meiden wie der Teufel das Weihwasser. Auch beim sendman-Dialer werden Kosten von 1,86 Euro pro Minute fällig. Raffiniert ist hier, dass man voll für die Zeit blecht, also nicht nur für die reine Download-Zeit des gewünschten Handy-Logos sondern auch die Zeit, die man sich durch die angebotenen 40.000 Logos durchblättert. So jetzt noch ein Blick auf die "Webmaster$$$-Seite. Die führt mich zum Sendman-Partnerprogramm, nur noch den Anmelde-Knopf drücken und — ich bin wieder beim GlobalNetcom-Anmeldefenster (ohne AGBs). Irgendwie dreh ich mich Kreis (und mir ist schon ganz schwindlig).

Aber was ich hier beschreibe ist von flüchtiger Natur. Wenn Sie dreimal hintereinander die Sendman-Seite besuchen sollten, wird sie vielleicht dreimal vollkommen unterschiedlich aussehen. Dafür sorgen sogenannte Vorschaltseiten. Konstant bleibt nur, dass jeglicher Klick zum Dialer-Download führt (auch wenn Sie den "Kontakt"-Knopf drücken), nur Impressum führt zum Impressum und Webmaster führt zum GlobalNetcom-Partnerprogramm.

Da gibts noch weitere Domains, auf die wir in dieser Reise nicht alle eingehen können. Bei www.smsfake.de (Consiliere/Syndikus) z.B. gabs früher mal den Spezialdienst, SMS-Mitteilungen mit gefälschten Absendern zu verschicken. Das ist nicht so ganz legal und jetzt verweist die Domain nur noch zur Sendman-Startseite, genau wie www.smsflash.de (Consiliere/Dümpelmann).

Nur so aus Neugierde klicke ich vom Sendman-Impressum zur Masta-D Mediadesign in Berlin, die machen das Webdesign für die Sendman-Seite. Das ist nun mal wirklich eine edle Seite! Webdesign professionell, beruhigende Klänge, anspruchsvolle Flash-Animation. Und Consiliere neben anderen grossen Namen in der Kundenliste. Da gibts dann noch einen Ableger von Masta, das ist www.pornodesign.de. Da werden ganz edle Sexseiten designed, Motto: "jajaja gibs mir!". Und die haben eine richtig lange Referenzliste von Sexdesign-Projekten. Die kann ich zwar aus Zeitgründen nicht alle systematisch durchgehen, aber man kann Stichproben anschauen. Zum Beispiel www.sexstudio24.de. Die haben einen deutschsprachigen Inhalt, aber kein Impressum und keinen Jugendschutzbeauftragten. Dafür gibts einen Dialer und — Preisfrage — einen Webmaster-Knopf. Der führt — Preisfrage — zur Partnerprogramm-Anmeldungsseite der GlobalNetcom, Geschäftsführer Syndikus. Und der Dialer? Das ist der Sexstudio24-Dialer, © 2003 by GlobalNetcom, Geschäftsführer Syndikus. Betreiber von Sexstudio24.com ist die Maxasale Est. & Co. KG (nachfolgend kurz Maxasale). Maxasale ist schon fast ein Klischee: eine Liechtensteiner Firma mit Niederlassung in Zug in der Zentralschweiz. Wenn Sie nicht verstehen, warum diese Konstellation interessant ist, dann fragen Sie mal Ihren Steuerberater. Zwar mangelt es Maxasale an einer Telefonnummer, aber nicht an Arroganz: "Durch über 50 lukrative laufende Sites ohne Fehlschlag in den letzten Jahren sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass wir uns unsere Kunden aussuchen können. Entscheiden wir uns, Sie als Kunden zu betreuen, führen wir Sie zum Erfolg oder verzichten auf Bezahlung." Starke Worte — Maxasale merken wir uns auf alle Fälle mal.

Die Stichproben der pornodesign.de-Kunden mache ich nicht völlig blind. Schon Ende 2000 war ja bekannt geworden, dass Syndikus im Besitz der Domains "www.singels.at" und "www.single-treff24.de" war, zwei Vorschaltseiten die ohne eigenen Inhalt erst zu einer Hamburger Kontaktagentur und ab Dezember 2000 dann zur Seite www.sex24.tv des Gravenreuth-Mandanten F. M. weiterleiteten und darüber am Sexprovisions-System des Hardcore-Dienstes "inet-cash" teilnahmen. Damals belehrte Syndikus die Öffentlichkeit, dass er die Seiten nur treuhänderisch für einen Kunden gehalten habe und der Provider bei der Konnektierung geschlampt habe — er selber habe mit der Porno-Provisionierung nichts zu tun. Tatsächlich zogen die Domains wenig später auf zwei andere Inhaber um, deren Domain-Liste zwei Häufungen aufwies: "single" und "24". Und diese Begriffe verwende ich als Leitfaden für die Stichproben bei Pornodesign.de.

So liefert uns Pornodesign.de noch mehrere Sexseiten, die direkt von Syndikus betrieben werden. Zum Beispiel www.boystudio24.de/.com. Diese Schwulen-Sexseite wird laut Impressum von Consiliere direkt betrieben, wenn auch hier Dümpelmann als Geschäftsführer (wer isses denn nun — beide?) und Admin-C genannt wird. "schwänze, junge gays, teengays, wichsengay, onanieren, wichsende schwänze, ejakulier, hardcorefisting, gangbang, cumshot und analhardcore" werden uns hier von Syndikus' Firma versprochen, wie gehabt verbirgt sich hinter allen Schaltflächen aber nur der Dialer-Download (diesmal für den Boystudio24-Dialer), der direkt von der GlobalNetcom-Homepage erfolgt und 1,86 Euro die Minute verlangt. Auch der obligatorische Webmaster-Link fehlt nicht und führt wie erwartet zum Partnerprogramm von GlobalNetcom.

Eine Altersprüfung, wie sie auch für einfache pornografische Inhalte gesetzlich vorgeschrieben ist, habe ich jetzt irgendwie bei den vorgenannten Seiten noch nicht finden können und das hat mich erstaunt, denn Syndikus ist u.a. auch Jugendschutzbeauftragter der www.18start.de — eines Online-Dienstes, der kostenlose (!) Altersüberprüfung für jugendgefährdende Webangebote anbietet und zufälligerweise auch von der Kanzlei Gravenreuth rechtlich betreut wird. Das Problem hierbei ist, dass der angebotene Dienst lediglich die Ausweis-/Passnummer prüft und das ist nach Aussage von Jugendschützer Wolf-Dieter Ring nach geltendem Recht unzulässig [Focus 42/2003 S. 152], weil kinderleicht zu fälschen. Sollte die betreuende Kanzlei eigentlich wissen, aber die Webseite von 18start.de wurde scheint's auch seit 2002 nicht mehr angefasst und die Gesetze haben sich ja erst vor kurzem geändert. 18start.de werden wir mal vormerken und in unserem Karibikurlaub (Teil 3) noch einmal besuchen. Es kann aber natürlich auch alles in Ordnung sein, vielleicht kommt die Altersprüfung ja erst unmittelbar bei der Einwahl? Unter Umständen befinden sich überhaupt keine jugendgefährdenden Inhalte hinter "hardcorefisting" und "analhardcore". An diese Untiefe getraue ich mich nämlich auf unserer Reise nicht heran. Zu Recherchezwecken Syndikus-Dialer benutzen - das mag mein verzagtes Seefahrer-Herz nicht wagen. Aber so viel sei gerechterweise festgestellt: die Dialer, wenn einmal gestartet, zeigen die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen (so vage wie es die Auslegung der Vorschriften eben zulässt) und man muss bis zur Verbindung noch zweimal "OK" klicken. Natürlich zielen die Dialer darauf ab, möglichst Unbefangene zur Einwahl zur verleiten (denn niemals finden Sie einen einfachen Satz wie "Mit der Eingabe von OK stellen Sie über einen kostenpflichtigen Dialer eine Verbindung mit dem Server von XXX her. Dabei fallen minütlich 1,86 Euro an Gebühren an, maximal 30 Euro pro Einwahl. Wollen Sie das wirklich?" - warum eigentlich nicht?), aber als einigermaßen aufgeweckter Internet-Anwender hat man eine reale Chance den Dialer zu vermeiden.

Interessanter und komplexer wirds bei www.kontaktstudio24.de/.com. Die Startseite zeigt einen Copyright-Vermerk der Consiliere. Auch die Domain ist auf Consiliere eingetragen, aber aufgemerkt: der Admin-C der .de-Domain und das Impressum lauten auf die Maxasale, unsere Liechtensteiner Firma mit Niederlassung im Steuerparadies Zug. Gehostet wird allerdings in Frankfurt. Ich denke, es ist nicht angebracht hierüber wilde Spekulationen abzulassen, der Leser möge seine eigenen Schlüsse ziehen. Natürlich gibts auch hier einen Dialer (Kontaktstudio24-Dialer). Der Dialer stammt von GlobalNetcom, im Dialer steht Maxasale als verantwortlich drin, der Vertragstext enthält aber noch Textbausteine von GlobalNetcom. Zu guter Letzt geht der Partnerprogramm-Link an die Konkurrenz von GlobalNetcom, nämlich zum Stardialer-Programm von Mainpean. Ein Mords-Kuddelmuddel. Ich frage mich, ob es EINEN Anwender gibt, der den Kontaktstudio24-Dialer freiwillig und bewußt nutzt und korrekt benennen kann, mit wem er dabei einen Vertrag geschlossen hat.

Haben Sie jetzt schon den Überblick über die Aktivitäten unseres umtriebigen und geschäftstüchtigen Anwalt verloren? Das wäre schade, denn mit diesem Ausflug in die bunte Welt der Sex-Dialer habe ich noch nicht einmal ein Viertel der mir bekannten Nebenerwerbsaktivitäten des Syndikus dargestellt und ich sehe sowieso nur die Spitze des Eisberges - die meisten Domains sind ja reine Zufallsfunde. Begleiten Sie mich daher im 2. Teil auf eine weitere Reise, in der ich Ihnen zeige, wie man wirksam Suchmaschinen zumüllt und dadurch Dialer an den Mann (und das Kind) bringt. Keine Angst, wir können uns nicht verirren, denn welche Abwege wir auch beschreiten, wir werden zuverlässig immer wieder im Heimathafen der uns nun schon so vertraut gewordenen GlobalNetcom landen. Halten Sie durch, im Dritten Teil unserer Syndikus-Exkursionen gibts zur Belohnung einen Segeltörn in die Karibik mit Tagesausritt auf einem Esel!


21.02.2004 / Das Syndikus-Syndikat Teil 2 / Die hohe Kunst des Suma-Spams

Eigentlich hat Günther Etlinger aus München alles richtig gemacht, als er mit einer Firma für Video- und DVD-Produktionen den Weg in die Selbständigkeit wagte. Er hat sich einen griffigen, freien Firmennamen ausgedacht, hat diesen beim DPMA als Marke angemeldet, die passende Domain dafür reserviert, einen ansprechenden Webauftritt (mit umfangreichem Impressum) eingerichtet und die Seite in verschiedenen Suchmaschinen registriert. Deshalb wundert er sich nicht schlecht, dass bei Suchanfragen mit dem Suchwort seiner Firmenmarke (myvideomedia) stetig bis zu einem Dutzend anderer Seiten vor seiner eigenen gelistet werden. Noch mehr wundert er sich, als er diese höher eingestuften Treffer aufsucht und feststellt, dass diese nichts mit myvideomedia zu tun haben, dass man dort aber mit einem unvorsichtigen Tastendruck einen Dialer einfängt (ohne Ankündigung irgendwelcher Kosten vor oder beim Download). Die Vorstellung, dass ein Kunde bei der Suche nach seinem Geschäft unwissentlich in die Kostenfalle geraten kann, gefällt Herrn Etlinger gar nicht. Die Suche nach den Hintergründen führt ihn geradewegs in die gefährlichen Gewässer der Suchmaschinen-Spammer. Folgen wir in seinem Kielwasser:

Die Eingabe von myvideomedia als Suchbegriff in der Google-Suchmaschine liefert während unserer Reise am 22.2.2004 an dritter Stelle einen Link auf eine Webseite unter der Adresse "http://p2p-filesharing.bxz.de/b2b-Filesharing/353.html". Folgt man dem Link, gelangt man auf eine Webseite, die unter der Überschrift "P2P Filesharing" verspricht: "Hier findet Ihr alle aktuellen Filesharing Clients mit denen Ihr Euch das Downloadleben versüssen könnt.". Ein echter Seebär findet auf der Seite aber noch anderes, nämlich Text, der in der Farbe des Hintergrunds eingefärbt und deshalb unsichtbar ist. Und da steht dann u.a. "myvideomedia vertrieb dvd film" und dieser unsichtbare Text ist auch verantwortlich dafür, dass diese Seite von Google unter dem Suchbegriff myvideomedia gefunden wird. Ansonsten gibts auf der Seite lediglich noch einen "Enter"-Knopf, welcher, wenn gedrückt - auf die Domain "www.p2p.tm" umleitet, und hier führt jeglicher Mausklick zum Dialer-Download-Dialog ("Zugangsassistent für P2P — geben Sie OK ein"). Höchste Zeit, einen Blick auf die Verantwortlichen zu werfen.

"p2p-filesharing.bxz.de" ist eine Unterdomain von www.bxz.de. Als Domaininhaber und Admin-C fungiert ein Herold Smith mit New Yorker Anschrift und damit verstösst diese Domain schon mal gegen die DENIC-Registrierungs-Richtlinien. Sucht man die Seite auf, landet man aber nicht jenseits des Atlantik, sondern bei der Österreichischen Haddad Webdesign KEG in Wien. Wir wissen nicht, an wen Claude Haddad (oder Herold Smith) die Unterdomain p2p-filesharing vermietet haben, aber alle mir bekannten Seiten dieses Unterdomains leiten zur Domain www.p2p.tm, das ist die Dialer-Download-Seite. Und diese Domain gehört einer "hyro-mediaservice e.K." in Schwäbisch-Gmünd, Geschäftsführer Jörg Dudzinski aus Düsseldorf. Bevor wir Herrn Dudzinski näher unter die Lupe nehmen, klären wir erst mal schnell, was sich hinter dem Dialer verbirgt. Sie haben eine Ahnung? Ein Prickeln im Haaransatz? Es liegt Ihnen auf der Zunge? Richtig geraten, der Dialer stammt von der Global Netcom, Geschäftsführer Bernhard Syndikus, Anwalt und Kanzleipartner in der Kanzlei Gravenreuth & Syndikus.

Dem aufmerksamen Leser ist vielleicht aufgefallen, dass die Seite mit den versteckten Suchbegriffen die Bezeichnung "353.html" trägt und da bin ich auf die spontane Idee gekommen, doch mal eine andere Nummer im Browser einzutippen, z.B. "100.html" und siehe da, da geht eine Seite auf, die genau wie die erste ausschaut, nur hat sie andere versteckte Suchbegriffe. Da steckt doch Methode drin, denke ich, und versuche weitere Nummern und immer das gleiche Prinzip: jede Nummer, die ich eingebe öffnet eine neue Seite, die mit anderen versteckten Suchbegriffen versehen ist und zum Dialer-Download unter www.p2p.tm führt. Schließlich beschließe ich den Computer zu Hilfe zu holen und die Seiten automatisiert durchzuarbeiten. Sage und schreibe 1722 Seiten findet (und speichert) mein kleines Dienstprogramm am 22.2.04. Als versteckte Suchbegriffe werden geschützte Markenzeichen/Titel verwendet (u.a. Nokia, Microsoft, Linux, Magix, DivX, Google, Norton, Palm, Adobe, Harry Potter, Gina Wild, Prince of Persia). Daneben gibt es generische Suchbegriffe für Sex, Warez, alle Musikrichtungs-Begriffe und Film-Genres. Und dem neuen Trend zur Abzocke in "weichen" Zielgruppen folgend auch Suchbegriffe wie "spiel kind", "pokemon", "nintendo", "gameboy" oder "kindergeburtstag". Der Brockhaus führt aus: Beim Suchmaschinen-Spamming nutzt der Spammer die automatisierten Methoden der Suchmaschinen zum Ranking (d.h. zur automatischen Bewertung von Suchergebnissen nach ihrer Relevanz). Die Maschinenbetreiber definieren bestimmte Merkmale von Webseiten, um die Relevanz einer Seite bezüglich eines bestimmten Suchbegriffs festzulegen. Überschriften und Seitentitel eines Dokuments repräsentieren beispielsweise zentrale Inhalte und werden entsprechend gewichtet. Häufiges Vorkommen eines Worts ist ebenfalls ein Kriterium dafür, dass sich ein Text intensiver mit einem Thema befasst und daher an einer vorderen Position in den Trefferlisten stehen sollte. Dementsprechend kann Spamming in einer massenhaften Wiederholung sog. Schlüsselwörter bestehen [...]. Verbreitet ist auch sog. Blindtext (d.h. Text in der gleichen oder einer ähnlichen Farbe wie der Hintergrund), der normalerweise nicht sichtbar ist und in dem sich ebenfalls bestimmte Begriffe mehrfach wiederholen. Masse und Inhalte vortäuschen soll die automatische Erstellung einer Flut von (fast) identischen Webseiten, die von der Suchmaschine allesamt indiziert werden und das Ranking des Anbieters verbessern sollen; oft bestehen diese Seiten praktisch nur aus Metatags und Schlüsselwörtern, ihre Funktion ist es, den Besucher auf die Seite mit den eigentlichen Informationen weiterzuleiten. [© Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim, 2004].

Jörg Dudzinski ist Experte im Suchmaschinen-Spamming. Aber seine Seiten führen den Besucher nicht auf "die Seite mit der eigentlichen Information", sondern nur zu einem einzigen Ziel: einem Dialer der Firma Global Netcom, Geschäftsführer Bernhard Syndikus, im Hauptberuf Anwalt der Kanzlei Gravenreuth und Syndikus. Jörg Dudzinski ist nicht nur Dialer-Kunde bei Bernhard Syndikus, er lässt sich von der Kanzlei Gravenreuth und Syndikus auch rechtlich vertreten. Wie bitte? Der selbsternannte strahlende Ritter wider den Spam, Freiherr von Gravenreuth, der wegen einer einzigen unerwünschten SPD-eCard bis vors OLG zog und wegen dieser einen Mail mindestens drei Pressemitteilungen verbreitete, der seinen Provider wegen eines unerwünschten Newsletters abmahnte und deswegen (wenn auch vergeblich) bis zum OLG zog, der gnadenlose Abmahner unerwünschter Werbemails — der vertritt professionelle Spammer? Natürlich nicht! "Da war ich nicht Sachbearbeiter", meint er lapidar und zum Treiben seines Syndikus Syndikus mag er sich im Heise-Forum nicht weiter äußern.

Dudzinski betreibt noch weitere Webseiten im Umfeld von Warez (Raubkopien) und Hackern. Unter www.warez.biz, www.piratos.de und www.hacker-spider.de findet sich der "Piratos-Dialer", der zur Abwechslung mal von Global Netcom, Geschäftsführer Bernhard Syndikus stammt. Über Dudzinskis Vorgeschichte unter dem Pseudonym "hyro" und die Verbindungen zu Frank "consiliere" Dümpelmann und Randolph "gulli" Jorberg (alle drei werden von Gravenreuth betreut) muss ich bei Gelegenheit einen eigenen Artikel schreiben, bis dahin sei auf den taz-Artikel "Hacker haben Zocken gelernt" von Günter Berger verwiesen (Link im Quellenverzeichnis).

Zurück zu den Suchmaschinen-Spammern. Ein solcher ist auch Mario Dolzer. Der Mann ist ein Tüftler und hat eine Passion: die perfekte Manipulation von Suchmaschinen. So zumindest äußert er sich in verschiedenen Diskussionsforen, z.B. www.dialerforum.de (das wird — nebenbei bemerkt — von der Consiliere New Media, Geschäftsführer Bernhard Syndikus, betrieben). Auch Mario Dolzer führte die myvideomedia-Marke von Günther Etlinger in seinem Suchwort-Katalog. Im betreffenden Domain lassen sich über 1300 Spam-Seiten finden, die alle auf eine einzige Seite weiterleiten: www.web-url.de und auf dieser Seite gibt es wieder nur eins zu finden: den Download des "Download Central"-Dialers und der stammt — hätten Sie's gewusst? — von der Global Netcom, Geschäftsführer Bernhard Syndikus. Auch die Download-Webseite web-url.de ist auf Global Netcom eingetragen — Dolzer ist hier also tatsächlich nur der Suchmaschinen-Zuträger. Das aber gründlich, denn das Prinzip hat er auf eine Vielzahl von Domains übertragen, knapp 900 sind mir bekannt! Viele dieser Domains und Webseiten verletzen Markenrechte (eine Webseite mit einer Übersicht dieser kritischen Domains findet sich im Quellenverzeichnis). Es ist zwar unmöglich zu überblicken, aber mit Stichproben aus über 50 der Domains habe ich eine Gesamtzahl von bis zu 1 Million irreführender Webseiten geschätzt, für die Dolzer verantwortlich zeichnet. Nach Anzeige der irreführenden Webseiten bei einigen grösseren Markeninhabern sind betreffende Seiten rasch vom Netz gegangen - etwa mit Nokia-Suchbegriffen. Rechtlich vertreten wird Mario Dolzer mit seiner Firma Universal Boards dabei von der Kanzlei Gravenreuth und Syndikus (ja, der Gravenreuth der angeblich so vehement gegen Spam kämpft). Und zur Kanzlei hat Dolzer es nicht weit — er residiert im Nachbarhaus, München, Schwanthaler Strasse 5.

Die Dialer-Anbieter sehen sich seit der Gesetzesnovelle vom November 2003 nun vor dem Problem, dass die Dialer nicht mehr ganz so unbemerkt an den Mann zu bringen sind, wie sich die Dialer-Anbieter das wünschen. Auch wenn man bis zum dritten OK alles als kostenlos deklariert und der Preis erst in letzter Sekunde sichtbar wird, auch wenn das Wort Dialer niemals ausgesprochen wird, sondern immer nur vom kostenlosen Zugangsassistenten die Rede ist: der etwas fortgeschrittene Anwender wird den Dialer erkennen und vermeiden. Und deshalb müssen neue Zielgruppen her: Internetanwender die sehr unbedarft sind und kein technisches Verständnis mitbringen, oder Internetanwender, die sehr jung sind. Auf die Erschliessung solcher Zielgruppen hat sich die Firma "ISAS" in Büttelborn spezialisiert: "Inzwischen sind wir in allen möglichen Bereichen im Internet vertreten. Bei allen unseren Projekten haben Sie die Möglichkeit Geld zu verdienen. Dabei spricht jedes Projekt eine andere Zielgruppe an. Unsere Projekte sind unter anderem für Sumaoptimierer durchaus interessant. Wir decken alle möglichen Nischen ab." Sumaoptimierer steht hierbei für Suchmaschinenoptimierer, ein Euphemismus für Spammer. Wie diese Nischen aussehen, zeigen die betriebenen Domains: www.hausaufgaben.de, www.malvorlagen.de, www.rauchen.de, www.translator.de und viele viele mehr. Ob Sie Informationen zu Fahrschule, Referate, Babynamen, Tierheime, Versicherungen, Brautberatung, Lebenslauferstellung oder IQ-Tests suchen — Ihre Chancen sind hervorragend dabei auf sumaoptimierte Fangseiten mit folgenden Eigenschaften zu geraten: Es gibt einen Dialer, der 1,86 Euro pro Minute kostet. Im Impressum steht die Firma ISAS (Schmidtlein) oder Jörg Dudzinski. Domain-Inhaber ist Walter Temmer in Österreich oder Jörg Dudzinski. Admin-C ist die Kanzlei Gravenreuth & Syndikus. Partnerprogramm und Dialer stammen von Global Netcom (GF Syndikus) oder Mainpean (GF Richter). Es gibt auch Cross-Konstellationen, z.B. www.translator.de wird betrieben von ISAS, die Domain gehört Temmer. Die identische Seite www.gratis-translator.de wird auch von ISAS betrieben, aber die Domain gehört Dudzinski. Als Grundlage für diese neue Generation von Dialern speziell für "weiche" Ziele werden in der Regel bereits eingeführte kostenlose Webseiten aufgekauft und dann der Dialer vorgeschaltet. Und das ist besonders fies, weil viele Anwender auf den betroffenen Sites natürlich schon früher zugange waren und deshalb keinen Argwohn schöpfen, wenn sie nun plötzlich den kostenlosen Zugangsassistenten mit OK bestätigen sollen (der dann aber 1,86 Euro in der Minute kostet).

Was ich in diesem Artikel skizziere ist wieder nur die Spitze eines Eisbergs. Die Domains sind Zufallfunde, die Dunkelziffer dürfte erheblich höher liegen und manche Gravenreuth-Syndikus-Mandanten der Szene habe ich noch nicht einmal erwähnt, weil meine Recherchen noch nicht ausreichend gediehen sind. Eines wage ich schon jetzt zu prophezeien: in Kürze wird erneut eine Gesetzesnovelle notwendig werden. Und bis die durch ist wird verdient — getreu dem Gravenreuth-Motto: "Was nicht verboten ist, ist erlaubt".

Wie ist die Geschichte für Günther Etlinger ausgegangen? Er hat sowohl Dolzer (Universal Boards) als auch Dudzinski (Hyro Mediaservice) abgemahnt. In beiden Fällen bekam er Post von Bernhard Syndikus — in seiner Funktion als Anwalt und rechtlicher Vertreter der Abgemahnten (nicht als deren Dialer-Provisionsvergüter — logisch). Dolzer hat eine Unterlassungserklärung abgegeben, ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne Anerkenntnis der Abmahnungskosten. Die beanstandeten Seiten verschwanden umgehend. Im Falle von Dudzinski stellte sich Syndikus dumm, die beanstandete Domain gehöre nicht Dudzinksi und dieser sei auch in anderer Branche tätig. Wie praktisch es doch ist, die Spam-Seiten als Subdomain eines Domain-Inhabers im Ausland zu betreiben, denke ich still, als ich den Syndikus-Brief lese. Die beanstandete Seite ist bis heute online - als Nummer 353 von 1722 und aus nichts anderem bestehend als einem fremden Markennamen und einem Dialer-Link.

Quelle und weiterführende Verweise:

27.06.2002 / taz
14.05.2003 / PC-Welt
15.05.2003 / intern.de
14.11.2003 / kino.de

14.02.2004 / Onlinekosten.de

15.02.2004 / Onlinekosten.de

17.02.2004 / Onlinekosten.de

23.01.2004 / Onlinekosten.de

23.01.2004 / Der Tagesspiegel